Gartengemüsepuffer mit Crème fraîche-Dip

Was gibt’s heute zu essen? Wir haben noch so viele Möhren im Schrank. Und Kartoffeln in der Schublade. Wer soll die denn bloß alle wegmampfen? Und – was in diesem Fall die viel relevantere Frage ist – wie? Es gibt für mich keine langweiligere Mahlzeit als eine solche mit schnöden, gekochten Kartoffeln. Ja, ich bekenne mich schuldig: Salzkartoffeln, Pellkartoffeln, Petersilienkartöffelchen – ihr seid ganz bestimmt wirklich wunderbar, und doch habe ich am allermeisten Sympathie für euch, wenn ihr auf einem fremden Teller liegt! Oder wenn Omas Bratensoße in der Nähe ist… Das geht dann gerade noch so.

Püriert, zu Röstis verarbeitet, in Stäbchenform und frittiert (oooh ja!) oder gebraten habe ich euch wirklich lieb – leider sind das die ganzen ungesunden Varianten. Bleibt also eine weitere Möglichkeit: Püfferchen! Hierbei lässt sich der Fettgehalt einigermaßen kontrollieren und im Rahmen halten. Wer es aber knusprig, weihnachtsmarktig-kirmesmäßig mag, der darf seine Puffer auch gern in Öl baden und erntet dafür mein vollstes Verständnis! Harald und ich sind heute vernünftig geblieben und haben uns für die etwas leichtere, wenn auch zugegebenermaßen dennoch nur eingeschränkt diätgeeignete Variante entschieden.

Und da wir Karöttchen so gern mögen, wurden aus den einfachen Kartoffel- ganz schnell prima Gartengemüsepuffer – inklusive Zwiebeln und Knoblauch für das wohlige, würzige Aroma, das jede warme Mahlzeit braucht (inklusive Stinkemund danach!). Dazu haben wir einen leckeren Crème fraîche-Dip mit Schnittlauch gemacht, der durch seinen frischen Geschmack eine ganz tolle Ergänzung zu den herzhaften Puffern ist. Was soll ich sagen – sowohl die hauseigenen Gourmeträttchen als auch die hungrigen Menschen waren begeistert von diesem “Reste müssen weg”-leicht-lecker-und-schnell-Rezept. Und so geht’s:

Von Null auf lecker in: ca. 45 Minuten, je nach Schäl- und Reibeskills (bzw. Küchenhelfer)
Und sonst? Schälmesser/Sparschäler, Reibe, Pfanne, 2 Schüsseln, Rührgerät

Zutaten (für 8 mittelgroße Puffer und ca. 500 g Dip –> etwa 4 Personen):

  • 600 g Karotten
  • 3 große Kartoffeln (ca. 600-650 g)
  • 6 Knoblauchzehen
  • 1 rote Zwiebel
  • 3 kleine Eier (oder 2 große)
  • 1 kleine Tasse Mehl
  • 2 EL Gemüsebrühe (Pulver)
  • Kümmel
  • 250 g Frischkäse
  • 200 g Crème fraîche
  • 3 EL Salatcreme (z.B. Miracel Whip)
  • 2-3 EL getrocknete Schnittlauchröllchen
  • Pfeffer und Salz
  • Pflanzenöl zum Braten

1. Karotten und Kartoffeln schälen, waschen, reiben und in eine große Schüssel geben. Zwiebel ebenfalls waschen, in Stücke schneiden und zum Pufferteig geben. 4 Knoblauchzehen dazupressen, Eier hinzufügen und mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Brühe würzen. Nun noch das Mehl untermischen und alles noch einmal gut miteinander vermengen.
haraldkocht12. Öl “häppchenweise” in einer großen Pfanne erhitzen und Gartengemüsepuffer darin nacheinander von beiden Seiten goldbraun braten. Ich habe immer zwei Puffer auf einmal in die Pfanne getan; daher auch ihre längliche Form. Hier kann wild rumvariiert werden!

3. Während die Puffer braten, in einer anderen Schüssel Frischkäse, Salatcreme (bei beidem kann der Fettgehalt je nach Wunsch ausgesucht werden) und Crème fraîche gut miteinander verrühren. Restlichen Knoblauch dazupressen, salzen, pfeffern und mit Schnittlauchröllchen verfeinern.

Fertig! Übrigens: Zu Puffern und Dip haben Harald und ich einen einfachen Gurkensalat gegessen – mmmmh! Außerdem, aber das darf ich eigentlich nicht laut sagen, liebe ich Apfelmus und Rübenkraut auf Puffern aller Art, auch wenn einige Gourmetkritiker behaupten, man dürfe beides nicht mit etwas Herzhaftem essen… Ooooh, doch! Man DARF nicht nur, man MUSS vor allem Apfelmus mit ALLEM essen! Und so durfte es natürlich auch in diesem Fall nicht auf meinem Teller fehlen.

Übrigens 2: Die Gartengemüsepuffer lassen sich mit Zucchini statt Möhren wunderbar abwandeln. Und Haralds empfindliches Bäuchlein muss auch nicht leiden  – für ihn habe ich natürlich ein paar Extraportiönchen mit glutenfreiem Mehl gebraten – so lässt sich dieses leckere Rezept ganz einfach für Zölis & Co. umsetzen. Frohes Nachkochen und Wegnagen :)!

harald liebt1

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